Ein Beitrag des Konstanzer AfD-Kreisrats Michael M. Stauch.
Die Lokalzeitung berichtet über das neue Lichtkonzept am Fernbusbahnhof und über Frauen, die sich in Konstanz nachts an öffentlichen Plätzen unsicher fühlen. Mehr als ein Drittel der Frauen gibt in der aktuellen Konstanzer Bürgerbefragung (Seite 13) an, sich nachts allein unsicher zu fühlen.
Bessere Beleuchtung, Frauennachttaxi, Heimwegtelefon, Achtsamkeitsgruppen. Das sind Maßnahmen, die das Symptom verwalten, aber mögliche Ursachen unangetastet lassen. Eine Frage, die im Artikel nicht gestellt wird, lautet: Welche Faktoren könnten zu diesem Unsicherheitsgefühl beigetragen haben?
Das Bundeskriminalamt liefert in seiner Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 zumindest einen Hinweis, über den in der öffentlichen Debatte auffällig wenig gesprochen wird. Nichtdeutsche Tatverdächtige stellen 42,9 Prozent aller Tatverdächtigen bei Gewaltkriminalität, obwohl ihr Bevölkerungsanteil weit darunter liegt. Die Tatverdächtigenbelastungszahl ist bei Nichtdeutschen 2,6-mal höher als bei Deutschen. Bei Vergewaltigung und schwerem sexuellem Übergriff beträgt der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger 38,5 Prozent.
Bemerkenswert ist dabei die Entwicklung über die Zeit. 2014, also vor der großen Migrationswelle, lag der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger bei Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße noch bei 24,3 Prozent. Mit dem starken Anstieg der Zuwanderung ab 2015 stieg dieser Wert deutlich an und liegt heute bei 35,5 Prozent (PKS 2025 Seite 61). Das BKA selbst stellt in seinem aktuellen Bericht auf Seite 14 fest, dass sich in den Vorjahren ein statistischer Zusammenhang zwischen der Intensität des Migrationsgeschehens und der steigenden Zahl nichtdeutscher Tatverdächtiger gezeigt habe.
Das sind amtliche Zahlen, keine politischen Behauptungen. Ob und in welchem Umfang sie zur Lage in Konstanz beitragen, wäre eine berechtigte Frage. Gestellt wird sie nicht. Stattdessen gibt es Lichtinstallationen und Präventionsräte.
Eine Sicherheitspolitik, die diesen Namen verdient, müsste solche Zusammenhänge zumindest benennen und untersuchen dürfen, ohne dass derjenige, der fragt, sofort mundtot gemacht wird. Solange das nicht geschieht, werden Konstanzer Frauen weiter Umwege gehen, Taxis rufen und Angstraum-Karten zeichnen.
Konstanz ist eine lebenswerte Stadt. Sie soll es bleiben.


