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Aber er hatte doch nur ein Messer!

KV-PFORZHEIM-ENZ - 16.11.2023

, rufen Bessermenschen entsetzt aus, wenn sich die Polizei, wie jüngst in Gummersbach, mit der Schusswaffe verteidigt. Einmal abgesehen davon, wie viele "Einmänner" in Deutschland mittlerweile "nur ein Messer haben", steckt hinter diesem Ausruf nicht nur eine unglaubliche Naivität, sondern auch eine Menge Realitätsverweigerung: Ein entschlossener Täter, der sich auch noch selbst in Rage aufputscht, kann auch mit einem relativ kleinen Messer ernsthafte, ja tödliche Verletzungen zufügen. Hinzu kommt der psychologische Faktor. So eine Stichwaffe kann man sich in jedem Supermarkt besorgen, man weiß also nie, wann der nächste Amoklauf passiert. Zudem - auch das zeigt Gummersbach - scheint sich inzwischen herumgesprochen zu haben, dass die Polizei Schutzwesten trägt, also wurde gezielt das Gesicht des Beamten attackiert. Ein normaler Bürger verfügt noch nicht einmal über eine solche Weste und ist einem Messerangriff vollkommen schutzlos ausgeliefert.

Bekanntlich sind sowohl die Medien als auch Kriminalpsychologen in Deutschland rasch dabei, den Täter wegen eines Traumas oder einer Psychose per Eildiagnose für unzurechnungsfähig zu erklären. Oft blicken diese Täter schon auf eine gewalttätige Laufbahn zurück, die allerdings niemanden veranlasste, rechtzeitig präventiv einzugreifen. Eventuell auch deshalb, weil die zuständigen Behörden längst zu überfordert sind, um all die tickenden Zeitbomben noch im Blick zu behalten. Der Staat würde aussagekräftige Statistiken gern im tiefsten Keller vergraben, und wer sie wieder ans Tageslicht holt, muss - wir ahnen es - mit dem Vorwurf rechnen, ein übler Rassist zu sein. Diese dunkle Seite der Migration lässt sich kaum noch schönreden, auch wenn es von den Medien noch so verzweifelt versucht wird. Die Zahlen des LKA, die man sich übrigens problemlos im Internet besorgen kann, sprechen eine deutliche Sprache, auch wenn niemand diese Sprache verstehen will.

Doch der Hinweis auf das "Herumsprechen" nährt in mir wieder einmal den Verdacht, dass diese Messerangriffe nicht nur überproportional häufig aus dem muslimisch-migrantischen Milieu erfolgen, sondern auch ein gewisses System dahintersteckt. Nicht im Sinne eines klassischen Terrornetzwerkes, das selbst unsere Behörden zumindest aufspüren könnten. Sondern durch das, was Linke und Grüne im Bezug auf das rechte Spektrum "Hass und Hetze" nennen - den Austausch von Ideologie und "Ungläubigenverachtung" in den sozialen Medien. Während das Innenministerium Gesinnungsprüfungen bei Abgeordneten durchführt - man hat tatsächlich die Uni Bielefeld angeheuert, um Volksvertreter mit gefakten Bewerbungen zu testen - interessiert es Nancy Faeser kaum, was auf islamistischen Social Media-Kanälen im Umlauf ist. Und ARD und ZDF kümmern sich lieber um AfD-Chats.

Es ist bekannt, dass die Hisbollah in Israel zu "niedrigschwelligem Terrorismus" aufgerufen hat, nachdem bessere Grenzkontrollen die vorher so häufigen Sprengstoffattentate auf Cafés, öffentliche Plätze und sogar Schulbusse fast unmöglich gemacht haben. Also suchten sich die Terroristen einen anderen Weg, um israelische Bürger einzuschüchtern - natürlich, ohne sich selbst die Hände schmutzig zu machen. Dazu braucht es keine Terrorzellen, die entlarvt werden könnten, sondern lediglich ein paar Fanatiker, die bereit sind, Alltägliches als Waffe einzusetzen. In ähnlicher Form finden wir das auch bei gewaltbereiten Linksextremisten in Deutschland: Das Ziel wird auf den einschlägigen Plattformen markiert, wer sich berufen fühlt, schlägt zu. Das Feindbild mag variieren, aber die Zielsetzung der Propagandisten ist eine ähnliche. Die Abwertung des Gegners, egal, ob dieser der "falschen" Religion oder Partei angehört, damit die Hemmschwelle für Gewalttaten sinkt.

Ob Kandel, Würzburg oder Gummersbach: Ein durch Religion kompensiertes Minderwertigkeitsgefühl, Labilität und ohnehin vorhandene Gewaltbereitschaft machen diese jungen Männer zu einem idealen Werkzeug für Hassprediger. In einem Appell an junge Muslime bat Hamed Abdel Samad diese, sich vor Augen zu führen, dass diese Prediger ihre eigenen Kinder oft auf ein teures Internat in der Schweiz schicken, während Migranten die Schmutzarbeit für sie erledigen sollen. Aber das wird - ich habe es selbst erlebt - als Lüge abgetan. Es ist auch keine Entschuldigung für die Täter, denn die Entscheidung, zum Messer zu greifen, treffen sie letztlich selbst. Niemand hat sie namentlich aufgefordert oder gezwungen, auf Passanten loszugehen.

Außer Acht lassen darf man die Anstifter jedoch trotzdem nicht. Vielleicht sollte der Verfassungsschutz in Deutschland weniger Energie in die Diffamierung der Opposition stecken und stattdessen eine Task Force "Cyber-Islamismus" gründen. Mit Fachleuten, die auch verstehen, was dort gepredigt wird. Es geht hier schließlich nicht um Anleitungen zum richtigen Beten oder der Einhaltung von Speisevorschriften, sondern um die Gefährdung von Menschenleben. Aber auch das gehört zu den innenpolitischen Baustellen, die seit Jahren bekannt sind, aber nicht angepackt werden. Auch Migranten, die sich in Deutschland um Integration bemühen, müssten sich langsam dumm vorkommen: Wozu sich anpassen, wenn Fehlverhalten ohnehin ignoriert wird? Aber diese Frage beantworten uns weder der Verfassungsschutz noch das Innenministerium.

Mirjam Lübke

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