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Leserbrief "Medikamentenknappheit" und Schreiben warum wird der Leserbrief nicht veröffentlicht

KV-CALW-FREUDENSTADT - 28.09.2023

Betr.: Apotheken bleiben am Nachmittag zu vom 27.09.2023

 

Sehr geehrter Herr Chefredakteur Reisinger,

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

zu Ihren o.g. Berichten vom 15.09.20023 und 27.09.2023 (Medikamentenknappheit / Apotheken bleiben am Nachmittag zu) passt doch wunderbar mein Leserbrief vom 15.09.2023, der leider bis heute  nicht abgedruckt wurde.

 

Warum nicht? – Keine Ahnung!

 

Er ist weder unsachlich noch beleidigend – er gibt schlicht und einfach das wieder, was ich persönlich vor 43 Jahren erleben durfte – die Auswirkungen erleben wir heute, wo selbst der Hustensaft knapp geworden ist.

 

Frage:

Sind Ihre Redakteure nicht mehr an authentischen Berichten interessiert, nur weil sie nicht ihrem politischen Wunschbild entsprechen?

 

Mein Leserbrief unten stehend vom 15.09.2023 nochmals anbei mit der Bitte um Veröffentlichung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Günther Schöttle

 

 

Leserbrief 15.09.2023

Medikamentenknappheit

 

Der Schwarzwälder Bote berichtet am 15.09.2023, dass der Gesundheitsminister wegen der erwarteten Medikamentenknappheit im Winter zu Solidarität aufruft und vor Hamsterkäufen warnt.

 

Herr Wallet meint in seinem Kommentar, dies greife zu kurz.

 

Dieser Meinung kann ich aus eigenem Erleben nur zustimmen.

 

Wer es nicht mehr weiß: Deutschland galt jahrzehntelang als Apotheke der ganzen Welt. Kein Land der Erde hatte mehr Expertise in Forschung und Produktion von Arzneimitteln als Deutschland.

 

Dann mischte sich die Politik ein. Alles zu teuer, zu viel Gewinne bei den Pharmariesen. Forschungseinrichtungen und Tierställe wurden massiv kritisiert, zum Teil sogar angegriffen.

 

Im Jahr 1980 durfte – besser musste – ich als junger Klimatechniker ein spektakuläres Klimaprojekt, welches zur Herstellung eines Krebsmittels bei der damaligen Firma Thomae in Biberach benötigt wurde, übernehmen.

 

Nach erfolgreichem Abschluss des Projektes wurden alle Projektbeteiligten – auch Monteure und Arbeiter – vom damaligen Chef des Werkes, Herrn Dr. von Römer, zu einer Feierstunde eingeladen.

 

Seine Befürchtungen von damals, die restriktive und unsinnige Politik treibe die Pharmahersteller ins Ausland beendete er mit seinem Schlusssatz: „Ich vermutlich nicht mehr – aber Sie, die Jüngeren – werden es erleben, dass wir unsere Arzneimittel zukünftig aus dem Ausland beziehen müssen.“

 

Genau so weit ist es heute gekommen.

 

Herr Wallet hat Recht, die Politik hat überdreht und wir Bürger müssen es - wie immer – ausbaden.

 

Günther Schöttle
Nagold

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