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Ein bisschen Frankreich in Gießen

KV-PFORZHEIM-ENZ - 09.07.2023

In seiner jüngsten Kolumne im "Fokus" schrieb der Journalist Jan Fleischhauer ein wenig süffisant über die Neigung "rechter" Wähler zur Schwarzseherei. Dem Aufstieg der blauen Opposition könne daher am ehesten durch eine Therapie ihrer Wähler begegnet werden. Immerhin vermied Fleischhauer die üblichen Klischees vom "tumben Nazi", sondern verortete die Anhänger der AfD unter enttäuschten Akademikern, die unter ihresgleichen keine Gesprächspartner mehr fänden. Als Beispiel dieser Schwarzmalerei nannte der Journalist die anhaltenden Unruhen in Frankreich, welche, wie er jeden Morgen erleichtert feststelle, doch noch recht weit entfernt stattfänden. Ich unterstelle Herrn Fleischhauer, der auch schon viel Gescheites geschrieben hat, keine Lücken im Allgemeinwissen, welche ein ganzes Land verschlucken könnten. Aber sofern über Nacht keine gravierenden Verschiebungen der Kontinentalplatten stattgefunden haben, sollte sich Frankreich noch in unserer direkten Nachbarschaft befinden.

Aber wir brauchen Frankreich auch nicht unbedingt, um die Erfahrung von Ausschreitungen zu machen. Während dort ein gewisser Zusammenhalt unter den Randalierern besteht, geht man hier aufeinander los. Wer ein wenig mit den Gegebenheiten in Duisburg-Marxloh vertraut ist, weiß, welche Gruppierungen sich hier einander nicht grün sind, so etwa Türken und Libanesen. Die Scharmützel können bisweilen Dimensionen erreichen, welche immerhin den Lokalnachrichten eine Meldung wert sind. Da stehen selbst dem Innenminister Herbert Reul die Schweißperlen auf der Stirn. Wie das in den Griff bekommen, ohne mit der Rassismus-Keule erschlagen zu werden?

Die jüngsten Ereignisse im hessischen Gießen stellen allerdings noch einmal eine ganz andere Hausnummer dar. Man verzeihe mir meinen Sarkasmus, aber die Einrichtung von Waffenverbotszonen ist offenbar von den Teilnehmern des "Eritrea-Festivals" ein wenig missverstanden worden: Es bedeutet nicht, statt Messern einfach Steine zu werfen, da diese nicht unter das Waffenrecht fallen. Infolge dieser juristischen Eigenmächtigkeit wurden immerhin über zwanzig Polizisten verletzt. Immerhin 1000 von ihnen befanden sich im Einsatz, dennoch eskalierte die Lage derart, dass die Stadt aus Sicherheitsgründen den Busverkehr einstellte. Da holt die Realität die Schwarzmalerei doch rascher ein, als es den Fleischhauers dieser Nation lieb ist.

Vor allem stellt sich wieder einmal die Frage, warum eritreische Asylbewerber in Deutschland ein pro-eritreisches Festival abhalten. Gemeinhin sollte man annehmen, Zufriedenheit mit der Regierung eines Landes würde einen Bürger zum dortigen Verbleib veranlassen? Allerdings ist in Deutschland der Honigtopf wohl doch besser gefüllt, denn wegen der Kompetenz unserer Regierung nimmt wohl kaum jemand den weiten Weg zu uns auf sich. Vor diesem Hintergrund kann . Nur dieser sich wieder einmal durch eine der Gewalt. Unsere " werden nun 0/815 aus der Schublade - Trauma, Flucht, Verfolgung - und die Politik Reden vorbereiten, die vor einer Instrumentalisierung der Ereignisse durch die "Rechten" warnen. Vielleicht suchen auch die ersten bereits nach Anzeichen für ein "rassistisches Verhalten" Polizei. Das hat sich als Standardprozedere perfekt eingespielt.

Der Gerechtigkeit halber muss man sagen, dass die Stadt Gießen nach ähnlichen Vorfällen im Vorjahr das "Festival" absagen wollte. Sein Stattfinden wurde dann durchgeklagt. Da steht man als rechter Schwarzseher erst einmal fassungslos da, denn es ging sehenden Auges in die Katastrophe. Wenn die Teilnehmer solcher Veranstaltungen auch nicht mit den Umgangsformen einer Demo vertraut sind, findet sich doch immer ein Jurist, welcher ein Schlupfloch im Versammlungsrecht auftut. Wir dürfen also mit weiteren Straßenschlachten rechnen.

Mirjam Lübke

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