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Windräder in Wäldern

KV-MANNHEIM - 19.05.2021

Gestern sprach ich von einem Pilotprojekt im Ebersberger Forst, das ausgerechnet durch die Grünen und ihren Windradwahn in Gefahr gerät.

„Windräder im Wald“ das ist das Zauberwort, mit dem die Grünen und in diesem Fall, die grün gewaschene bayrische Landesregierung die Energiewende auch fernab der Küstenlinie umsetzen will.

Waldflächen sollen mit Windrädern gespickt werden. Egal ob Schwarzwald, Pfälzer Wald, Odenwald und wohl auch Käfertaler Wald. Es sollen in große zusammenhängende Waldflächen, die oftmals die grüne Lunge und Erholungsgebiete naheliegender Großstädte darstellen, massenweise Windräder gezimmert werden. Bei den meisten Wäldern handelt sich um ein Landschaftsschutzgebiete, in denen allerdings der Landschaftsschutz nicht mehr viel zählt, wenn erst die Windradlobby Wind macht. Für die Rodungen in den Wäldern treten unter anderem die Grünen und so ziemlich jede andere Naturschutzbunde ein, die sich für die Engergiewende stark macht. Um genau zu sein, unterstützt jeder mit seinem ja zur Energiewende das Abholzen ganzer Waldstriche.

Für die Errichtung eines Windrades muss der Wald in eine Großbaustelle verwandelt werden: Autobahnbreite Zufahrtswege für die Schwerlaster müssen planiert und 180 t Stahl, 1500 m³ Beton allein für die Fundamente herangekarrt werden. Bäume müssen fallen für die Bauplätze, auf denen Schwerlastkräne die Elemente für die knapp 250m hohen Türme, Maschinenhaus mit Generatoren und schließlich die überlangen Rotoren emporheben können. An einen Rückbau der Verwüstungen ist eher nicht zu denken, das Fundament wird ewig im Waldboden verbleiben und diesen auf Ewigkeiten belasten. Von Windrädern geht eine enorme Waldbrandgefahr aus. Sie sind nicht löschbar und garantieren das Übergreifen der Flammen auf den umliegenden Wald. Windräder in Wälder zu planieren, ist aus Umwelt bzw Tierschutz und Brandschutzgesichtspunkten eine schlechte Idee.

Laut Windatlas befinden sich viele der genannten Wälder in schwachen bis schwächsten Windgebieten.

Windräder hier zu bauen, lohnt praktisch nicht, spätere Klagen wegen nicht erfüllter Wirtschaftlichkeit dürfen wie in so vielen anderen Fällen als sicher gelten. Der Süden Deutschlands ist eben nicht ein von kräftigen Winden bevorzugtes Gebiet.

Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang ein Interview von Waldgutachter und Forstwirt Rainer Kant mit der SZ. Dieser weist auf den Wald als CO2-Verbraucher und Sauerstoffspender hin. »Außerdem erzeugt der Wald selber Klimaschutz. Diesen Effekt kann man erhöhen, wenn die Förster die Anzahl der Bäume erhöhen oder die Stämme dicker werden lassen. Durch diesen natürlichen Weg der CO₂-Reduktion würden Windkraftanlagen quasi überflüssig, da der Wald selbst sein Klimaschutzpotenzial erhöht.«

Unsere Umweltschützer haben sich dem „Windwahn“ verschieben und sind leider nicht willens, unsere Kulturwälder für nachkommende Generationen zu bewahren. Mutwillig wird wider besseres Wissen gegen Waldschutz verstoßen. Sie sägen an dem Ast, auf dem wir unsere Kinder und Enkel sitzen.

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