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Die Teflon-Kanzlerin lässt Kritik abtropfen und die ARD toleriert es

KV-MANNHEIM - 04.02.2021

Aktuelle Kamera hieß die Nachrichtensendung in der DDt der die SED-Politik-Elite hofiert wurde. Wer dachte, diese Art von Jubelberichterstattung sei mit dem Mauerfall ebenso wie die Stasi untergegangen, der sieht sich getäuscht. Am Dienstagabend war mal wieder Gelegenheit, dieses Spektakel journalistischer Unterwürfigkeit zu erleben. Die Endlos-Kanzlerin gewährte „Journalisten“ ein Interview - selbstverständlich aufgezeichnet, nicht dass noch in einer Live-Situation übermäßig kritische Fragen unkontrolliert in die Wohnzimmer gelangen und den einen oder anderen Bürger zum Nachdenken bringen könnten.

Die Ehre, Fragen stellen zu dürfen bekamen die beiden ARD-Haltungsjournalisten, Tina Hassel, die in der Vergangenheit wiederholt durch das Verschicken von Jubel-Tweets von „Grünen“-Parteitagen aufgefallen ist und der linientreue ARD-Chefredakteur Rainald Becker. Leider hielten es beide, wie bei Merkel-Interviews üblich, nicht für notwendig, bei den wie immer schwurbeligen Antworten wirklich kritisch nachzuhaken. Das ganz dünne Eis, auf dem sich Merkel schon seit Monaten durch die Corona-Pandemie bewegt, wurde so nicht zum Einbrechen gebracht, um den Zuschauern endlich zu zeigen, von welcher geballten Unfähigkeit wir eigentlich regiert werden. Dabei wäre das ganz einfach gewesen: Gleich zu Beginn meinte Merkel, sie hätte beim fürchterlich verlaufenen Impfgipfel des Vortages „einiges gelernt“. Ein ganzes JAHR nach Beginn der Pandemie spricht die Kanzlerin mit Arzneimittelherstellern und lernt. Merkel ist Kronzeugin für das eigene Versagen und für die Zeitverschwendung. Ein Gespräch mit Arzneimittelherstellern hätten wir zeitnah nach dem Ausbruch erwartet. Wenn aber schon Flüchtlinge Chefsache sind, bleibt keine Zeit für das eigene Volk. Hoffentlich gehört zu diesen Lektionen auch, dass derjenige, der zuerst bestellt, auch zuerst beliefert wird.

Mit dem Gipfel haben wir jetzt ein Gerüst, an dem wir uns orientieren können: Jeder bekommt bis Ende des Sommers, also bis zum Wahltag am 21. September, ein Impfangebot. Zum Vergleich: In Israel sind bis jetzt bereits über 60 % der Bevölkerung geimpft. Genau so kann es funktionieren, wenn man eine Regierung hat, die weiß, was sie tut und auch, was sie den eigenen Bürgern schuldig ist.

Merkel weiß es nicht, anders ist ihre Zusammenfassung nicht zu verstehen:

„Also ich glaube, dass im Großen und Ganzen nichts schiefgelaufen ist.“

Sie meinte das aber nicht etwa als Realsatire zur Unterhaltung der zutiefst frustrierten Zuschauer an den Bildschirmen, sondern sie meinte es wirklich ernst. Offensichtlich ist sie nach über 15 Jahren im Kanzleramt vollkommen entkoppelt von der Realität.

Höchste Zeit für die Rückkehr des Realitätsbewusstseins ins Kanzleramt. Höchste Zeit für das Ende von Merkels Regierungsdesaster. Höchste Zeit für die AfD

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