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+++Das Genderideal: Sollen Jungen die besseren Mädchen sein? +++

KV-MANNHEIM - 07.09.2019

Eine Hamburger Genderforscherin beklagt, dass wir Kinder unbewusst in alte Geschlechtsmuster drängen.
Was meint sie damit?
#Mädchen mögen Puppen und Ponyreiten. #Jungen bevorzugen Fußball. Dieser Umstand ist zumindest der Forscherin Stevie Schmiedel ein Dorn im Auge. Trotz Gender-Equality zeigen Kinder noch immer sehr geschlechtstypische Hobbys.
Ursächlich sei das soziale Umfeld, die von außen wirkende Einteilung in Geschlecht. Die Zuordnung zu einem Geschlecht setze somit bei Kindern bereits in einem frühen Stadium ein. Von diesem Zeitpunkt an stünden sie unter dem Druck dem #Geschlecht perfekt zu entsprechen. Die negativen Konsequenzen dieses geschlechtstypischen Verhaltens beeinflussen auch das spätere Erwachsenenalter so Schmiedel.
Exemplarisch berichtet sie von einem Jungen der trotz eines „aufgeklärten, großstädtischen Umfeld“ nur klassisch männliche Hobbys habe.
Auch die Sprache sei ein wichtiger Faktor der Bekräftigung. Denn Mädchen würde man beispielsweise als „süße Maus“ und Jungen als „cooler Dude“ ansprechen, so die Genderforscherin, die auch Gründerin einer Protest- bzw. Bildungsorganisation gegen Sexismus und Homophobie ist.
Im weiteren Verlauf werden die Untersuchungen einer Kinderpsychologin der Stanford University angeführt, die Schmiedels Thesen stützen sollen.
Die Hamburgerin sieht das Problem in Geschlechterstereotypen. Jungen müssten demnach der männlichen Erwartungsrolle entsprechen (Alphatier sein, bestimmen usw.).
Dieses Phänomen sei so gravierend, dass sie bereits im Kindergarten Homophobie beobachte. Unter Vierjährigen gelte „rosa“ für einen Buben als „schwul“.
In der Folge verfügten Jungen über ein geringeres Vokabular zur Beschreibung ihrer Gefühlslage. Im Erwachsenenalter bestätige sich dieses Defizit in einer größeren Suizidgefährdung oder auch Anfälligkeit für Alkoholsucht, Spielsucht bei Männern. Jene würden Probleme vermehrt mit sich ausmachen als das Gespräch zu suchen.
Dieser Artikel soll gezielt #Eltern bestimmte erzieherische Muster aufoktroyieren. Nachdem Angst geschürt wird, indem man Eltern erklärt, dass sie für die spätere emotionale Unzufriedenheit ihres Sprösslings kausal sind und mithin alle verantwortungsvollen Mütter und Väter ihren Erziehungsstil ändern.

Allerdings möchte ich dem Artikel vehement widersprechen als Mutter und Soziologin.
#Geschlechtsunterschiede werden schon lange in der #Entwicklungspsychologie erforscht und es besteht bis heute keine Einigkeit. Man führt hierbei (grob) biologische, lerntheoretische und kognitive Theorien zur Erklärung an.
Biologische Einflussfaktoren werden von der #Genderforschung gerne vergessen oder umgedeutet. Hormonelle Einflüsse beispielsweise gelten sehr wohl als Indikatoren für ein geschlechtstypisches Verhalten. Ebenso die Unterschiede in der Gehirnstruktur (vereinfacht: Männer und Frauen sind verschieden hinsichtlich der Nutzung ihrer Hirnhälften, was vermutlich ebenso hormonellen Einflüssen unterliegt) können die Differenzen männlichen und weiblichen Verhaltens mit erklären.
Auch haben beide Geschlechter ein anderes „Reifungstempo“. Dieses steht in Korrespondenz zum sozialen und emotionalen Verhalten von Jungen und Mädchen.
Die Genderforschung versteift sich allzu gerne auf Theorien der #Konditionierung. Kinder würden folglich mit Anerkennung belohnt vom sozialen Umfeld, wenn sie sich den Typisierungen entsprechend benehmen. Doch auch diese Theorie ist heftig umstritten in der Entwicklungspsychologie. Denn Eltern nehmen nicht diesen direktiven Einfluss auf ihre Kinder hinsichtlich eines geschlechtlichen Ideals.
Auch soll nicht unerwähnt bleiben, dass auch das Lernen von Modellen Kinder nicht derart geschlechtlich prägt. Meist sind männliche Schüler bis zur weiterführenden Schule mit weiblichen Modellen konfrontiert (Erzieherinnen, Grundschullehrerinnen etc.) und dennoch ahmen sie in der Regel nicht das feminine Modell nach. Eher ist es so, dass eben das Modell nachgeahmt wird, zu welchem man selbst die größte Ähnlichkeit sieht.
Darüber beschreibt der Artikel nicht, dass bereits Säuglinge ab neun Monaten Geschlechtsrollen-präferenzen demonstrieren, indem sie beispielsweise auf geschlechtsspezifisches Spielzeug mit gesteigertem Interesse reagieren, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt ihr eigenes Geschlecht kognitiv noch nicht bestimmen können.
Die Ausübung der Elternschaft wird heute von Seiten bestimmter „Wissenschaften“ in etwas Schädliches umgedeutet, Kinder seien fragil und Väter wie Mütter könnten hier viel zerstören. Es drängt sich der Eindruck auf, gestaltlose Institutionen wollen subtil die "Lufthoheit über den Kinderbetten" erkämpfen.
Bitte emanzipieren Sie sich von dieser Hysterie und vertrauen auf Ihren Instinkt und Ihr Herz.

Anne Charlotte #Samland
AfD Kreisverband Mannheim

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