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Kunstpreisverleihung zum Aschermittwoch in der Freien Kunstschule Stuttgart

KV-KA-LAND - 08.03.2019

Der Aschermittwoch ist tief in unserer christlichen Tradition verankert; er markiert im Christentum den Auftakt der Fastenzeit - eine Zeit der Buße und der inneren Reinigung - und gemahnt den Menschen an seine Vergänglichkeit, so der Landtagsabgeordnete Dr. Rainer Balzer.

Besonders sinnfällig wählte die Freie Kunstschule Stuttgart nun am 6. März 2019 jenen Tag, um erstmalig den „Kunstpreis zum Aschermittwoch“ auszuloben unter dem ebenso sinnfälligen Thema „Deus sive natura – Gott und / oder Natur“ - der Doktrin Baruch de Spinozas (1632-1677).

In Anlehnung an eben dieses Postulat Spinozas regte das Thema mit bildnerischen Mitteln die Auseinandersetzung über Transzendenz und Immanenz an.

Auf die Eröffnungsrede des Rektors der Freien Kunstschule Stuttgart, Martin R. Handschuh, folgte die Festrede des Domkapitulars Dr. Jürgen Lenssen.

Aus den 20 Einreichungen der Studierenden und Absolventen der Akademie wurden drei Hauptpreise von einer fünfköpfigen Jury vergeben. Dem Preisgericht gehörten an: Kirchenrat Reinhard Lambert Auer, M.A. (Kunstbeauftragter der Evangelischen Landeskirche Württemberg), Prof. Dr. Dr. Michael Eckert (Ordinarius an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen), Martin R. Handschuh (Rektor der Freien Kunstschule Stuttgart), Rolf Kilian (bildender Künstler und Dozent  an der Freien Kunstschule Stuttgart) sowie Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen (Kunstbeauftragter der Diözese Würzburg a.D.).

Den ersten Preis erlang Irmtraud Kienle mit ihrem vierteiligen Werk „Deus sive natura – Gott und / oder Natur (Acryl auf Leinwand) aus dem Jahr 2019, das über eine symbolische Bildsprache Assoziationen an die Leidensgeschichte Jesu wachrief.

Den zweiten Preis gewann Perpetua Munk mit den beiden Gemälden „Tagesanbruch“ und „Aufhellung“ (jeweils Acryl auf Leinwand) aus dem Jahr 2018, die von Himmeldarstellungen Turners inspiriert waren.

Der dritte Preis ging an Tine Anlauff-Haase mit ihrem Werk „Transfigurations–Transkription“- „333“ nach der Transfiguration des Raffael (1516/20) aus dem Jahr 2019. Eine Synthese aus sakralem Bildwerk und Technologie.

Die hierfür verliehenen Geldpreise wurden vom Förderverein Freie Kunstschule Stuttgart – Akademie für Kunst und Design e. V. gestiftet.

Im Zuge der Preisverleihung wurde eine bis zum 30. April 2019 zu sehende Ausstellung mit den prämierten Werken sowie einer Auswahl der eingereichten Beiträge eröffnet.

„Die Arbeiten veranschaulichen in ihrer Auseinandersetzung mit dem Thema, ebenso wie die Wahl des Tages, beeindruckend die Verwurzelung unseres Denkens und Schaffens in der christlichen Kultur und bezeugen auch auf dieser Ebene ihre Bedeutung“, so der Landtagsabgeordnete Dr. Rainer Balzer.

„Ein sehr gelungener Tag der Begegnung von Kirche und Kunst“.

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