AfD BW | Kreisverband Main-Tauber

Indoktrination an deutschen Schulen: Die Schüler sind die Opfer, nicht die Lehrer

Ein Kommentar von Dr. Christina Baum


Die Schüler sind die Opfer, nicht die Lehrer 


1976 wurde der „Beutelsbacher Konsens“ beschlossen, der Lehrer zur politischen Neutralität verpflichtet. Darin ist ein „Überwältigungsverbot“ enthalten. Es besagt, dass den Schülern die Gewinnung eines eigenständigen Urteils zu ermöglichen ist. Viele Informationen von Schülern und Eltern sowie die Prüfung von Lehrmaterialien haben unsere Fraktion erschüttert, denn wir mussten feststellen, dass unsere Kinder massiv in den Schulen indoktriniert und damit psychisch starkem Druck ausgesetzt werden. Diesen Opfern wollen wir endlich eine Stimme geben. Wir richten deshalb als Fraktion einen vertraulichen Kummerkasten ein, bei dem sich jeder Betroffene melden kann. Alle persönlichen Daten werden absolut vertraulich behandelt.


Wir fordern endlich wieder die Einhaltung der Neutralitätspflicht aller Lehrer. Mental gesunde Kinder mit eigenständigem Denken und eigener Urteilsfähigkeit sind unsere Zukunft. Selbstverständlich ist es uns bewusst, dass an den deutschen Schulen auch neutrale Lehrkörper anzutreffen sind, die den Kindern das Selbstdenken wie auch das Bilden einer eigenen Meinung lehren und auch die Toleranz gegenüber dieser individuellen Meinung aufbringen. 


Schul-Klassenkampf: Darf ich als Schüler mal was sagen?


Von Christoph Schrön


Es herrscht Aufregung in der Schulwelt: Die AfD Hamburg und nun auch die AfD-Landtagsfraktion von Baden-Württemberg haben Meldeportale im Internet eingerichtet, mit denen man politisch unausgewogene Lehrer und deren Unterricht melden kann. 


Die Kritik: Es handele sich hierbei um Denunziation. Das Schulklima werde vergiftet, es erinnere an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte und die DDR. Nun schilderte ich hier auf Achgut.com bereits 2016, wie Lehrer ihre Position zur Indoktrination von Schülern missbrauchen. Mittlerweile 17 Jahre alt, mache ich in einem halben Jahr mein Abitur und würde im Folgenden gerne einmal schildern, wie ich als Schüler die aktuelle Lage in den deutschen Schulen und die Aktion der AfD-Fraktionen bewerte. 


Dass Lehrer im Klassenzimmer politischen Einfluss auf ihre Schüler haben und auch nehmen, ist bekannt. Ebenso weiß man in Zeiten von „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“, wohin die politische Reise im deutschen Bildungssystem geht. Wenn Schulen anfangen, sich klar als politisch links zu positionieren, darf man sich den Gemeinschaftskunde-Unterricht an diesen Schulen ähnlich einseitig vorstellen. 


Der Beutelsbacher Konsens schreibt hierzu ganz klar vor: „Es ist nicht erlaubt, den Schüler – mit welchen Mitteln auch immer – im Sinne erwünschter Meinungen zu überrumpeln […]. Indoktrination […] ist unvereinbar mit der Rolle des Lehrers in einer demokratischen Gesellschaft und der – rundum akzeptierten – Zielvorstellung von der Mündigkeit des Schülers.“  


Lehrer dürfen sich demnach also nicht manipulativ und indoktrinierend verhalten. Das Gegenteil jedoch ist in den deutschen Schulen Alltag, ich spreche aus Erfahrung. 


Jetzt herrscht Empörung, weil es zwei Fraktionen der AfD Schülern ermöglichen wollen, ihre Lehrer anonym zu melden, um eine Überprüfung der Lehrkraft durch die Schulbehörde zu initiieren. Kritisiert wird das als Denunziation. Aha, das ist interessant. 


 


Kampf um die Vorherrschaft im Bildungssystem


Polizisten sollen anonymisierte Kennungen tragen, sodass im Falle von Polizeigewalt der betroffene Polizist direkt gemeldet werden kann. Ein Richter, der nicht neutral urteilt, muss prompt und zurecht eine Dienstaufsichtsbeschwerde erhalten. Niemand würde auf die Idee kommen, das als Denunziation zu bezeichnen. Ein Lehrer allerdings darf nicht anonym gemeldet werden, wenn er gegen seine Pflicht zur faktischen Neutralität verstößt und Schülern seine Meinung diktiert? Wer seinen Lehrer eines unrechtmäßigen Verhaltens bezichtigt, ist ein Denunziant, ein Verräter?


Natürlich kann man sich auch ohne eine AfD-Website an die Schulbehörde richten. Bei der derzeitigen Durchsetzung des deutschen Verwaltungsapparates mit Alt-68ern dürfte allerdings klar sein, wie erfolgsversprechend das ist. Dass der Name der Eltern und/oder deren Kinder zu den Lehrkräften vordringt, ist anzunehmen. Die AfD weiß das und hat ein Interesse daran, ein Bild über die Ausmaße der deutschen Schulpropaganda gegen eine demokratisch legitimierte Partei zu erlangen. Vor dem Hintergrund, vielleicht bald selbst in die Position zu gelangen, mit Ministern Bildungspolitik gestalten zu können, ist es für die AfD nicht unwesentlich, wie es um die politische Ausgewogenheit und Neutralität in deutschen Klassenzimmern steht. Ein Schelm, wer hier denkt, der linke Lehrapparat käme ins Schwitzen um die eigene Vorherrschaft im Bildungssystem und würde deshalb so laut „Denunzianten!“ rufen. 


In der aktuellen Debatte spricht man immer über den Schüler hinweg, deshalb möchte ich nun auf seine Stellung in dieser Situation zu sprechen kommen. Zunächst aber noch ein Wort über die Schule allgemein:


Eine Schule ist eine Bildungseinrichtung. Im Unterricht sollen die Schüler neben einer Wissensvermittlung zu kritischen und mündigen Bürgern erzogen werden. Die Demokratie ist hierbei ein allgemeiner Konsens, der als Grundlage für den Politikunterricht verstanden wird. Dem zuwider läuft allerdings der Versuch vieler Lehrkräfte, den Schülern die „richtige“ Meinung aufzudrücken. Es gibt in der Schule vielen Themen, bei denen manche Argumente nicht genannt werden dürfen. Es gibt in Schulen demokratisch legitimierte Meinungen, die von Schülern oft nicht ausgesprochen werden dürfen. Wer es doch tut, wird meist gebrandmarkt und hat mit vielerlei Nachteilen zu rechnen. Das ist zutiefst undemokratisch und widerspricht dem Gedanken des Meinungspluralismus und der Idee der Schule als Ort, an dem mündige und selbstständige Bürger geschaffen werden sollen. Die politische Indoktrination durch die Lehrkräfte kommt mehrheitlich von links.


 


Es gibt viele konservative und regierungskritische Jugendliche


Nun zur Situation der Schüler: Es gibt viele konservative und regierungskritische Jugendliche im deutschen Schulsystem. Viele davon fühlen sich politisch isoliert und hören jeden Tag, dass die Haltung, die sie insgeheim für richtig halten, rechtsradikal und falsch sei. Manche wagen es, sich zu artikulieren. Ein Fehler, wie diese Schüler bald darauf bemerken werden. Ich persönlich wurde aufgrund meines oben genannten Achse-Beitrags gut ein Jahr später zur Schulleitung zitiert. Ich würde die Schule öffentlich schlecht reden, der Schulgemeinschaft schaden. Daher, so die Schulleiterin, hätte ich auch damit zu rechnen, beispielsweise keine Schulpreise mehr zu bekommen. Auch wenn ich die Schule wechseln würde, was für sie eine ernstzunehmende Alternative war, würde man an der neuen Schule ja auch sehr schnell von derartigen Artikulationen wie dem Achse-Beitrag wissen. Ich habe mich also mit Derartigem stark zurückzuhalten. Seither bin ich bei der Lehrerschaft hinlänglich als der, freundlich gesagt, „extrem konservative“ Schüler bekannt, wie mir eine Lehrerin letztens selbst zu verstehen gab. 


Natürlich ist es nicht sehr ehrenhaft, seinen Lehrer zu melden, ohne mit ihm das Gespräch zu suchen. Das ist auch der Grund, wieso ich mich selbst dagegen entschieden habe, diese Plattform zu nutzen. Wer aber etwas gegen seine Lehrer unternehmen möchte, ist auf eine anonyme Meldeplattform – von wem auch immer – nahezu angewiesen. Denn mit Verlaub, wer mit seinem Lehrer selbst das Gespräch über dessen Unausgewogenheit im Unterricht sucht, ist naiv und wird es meistens bereuen. Ein Schüler, der beispielsweise wie ich ein sehr gutes Abitur für die Zulassung zum Wunschstudium Medizin benötigt, würde gut daran tun, sich in der Schule weder politisch positioniert zu äußern, noch seine Mitschüler von der eigenen Haltung wissen zu lassen. Der konservative Schüler in Deutschland wird mundtot gemacht.


Es gibt für viele Schüler keine Möglichkeit, sich dem pädagogischen Meinungsdiktat zu entziehen. Was man tun kann, ohne seine guten Noten zu verlieren, ist, seinen Lehrer anonym der Indoktrination zu bezichtigen. Dass die AfD bei dieser undemokratischen Schieflage an deutschen Schulen versucht zu handeln, ist nur konsequent. Übrigens wären es die linken Lehrer selbst, die einen Kollegen, der im Unterricht über die Grünen schimpft und die AfD als einzige Alternative zum Altparteienkartell präsentiert, sofort melden würden. Und das wäre auch richtig so!


Gesellschaftliche Spaltung des Pausenhofs 


Das Schulklima wird daher nicht vom anonym meldenden Schüler vergiftet. Vielmehr wird es von Lehrern vergiftet, die ihre „politisch unkorrekten“ Schüler im Unterricht attackieren. Die deren Abituraufsätze im Fach Deutsch wegen „AfD-Rhetorik“ schlechter bewerten und dann ihrem nächsten Deutschkurs erklären, dass dies ein Korrekturmaßstab zu sein hat. Eine gesellschaftliche Spaltung des Pausenhofs entsteht durch Schülergottesdienste mit politischer Botschaft und Jugendliche, die im Unterricht nur darauf warten, eine Provokation gegenüber den andersdenkenden Mitschülern zu äußern. 


Der DDR-Vergleich und die Nazi-Keule von Seiten der Lehrerschaft hinken hier. Wenn jemand einen DDR-Vergleich anbringen kann, dann die Schüler: Es gibt schon fast ein „Bildungsregime“ und es gibt auch „Regimekritiker“. Sie werden denunziert, ihnen wird „AfD ist scheiße!“ als beleidigend gemeinter Versuch einer Parole von Zehntklässlern (die diese Meinung nur dank ihres Politik-Unterrichts vertreten) hinterher gerufen, und ihnen wird der Schulwechsel nahegelegt, gleichwohl sie sich auch auf einer anderen Schule mit den gleichen Problemen konfrontiert sehen würden.


Die deutschen Lehrer, zumindest die indoktrinierenden, brauchen sich demnach nicht als Opfer von Denunziation darzustellen. Sie begehen ideologischen Totschlag an der kritischen Haltung junger Menschen. Das Melden von Lehrern im Internet ist keine Denunziation. Es ist der Hilferuf einer unterdrückten Jugend, die ihre schulische Karriere bedroht sieht. Es ist der Versuch einer mundtot gemachten Gruppe, sich ein Stückchen Gerechtigkeit, ein Stückchen Freiheit zurückzuholen. 


Der Autor ist Schüler an einem württembergischen Gymnasium. Quelle: achgut.com


Foto: Pixabay


 


 


 


Weitere Beiträge

Nachnominierung: AfD stellt weitere Kandidaten für die Kreistagswahlen auf

17.03.2019
Am heutigen Tag trafen sich die Mitglieder des AfD Kreisverbandes Main-Tauber ein zweites Mal zur Nominierung der Kreistagskandidaten, da sich weitere mutige Kandidaten für die Kommunalwahl gefunden haben. Bereits im Januar kamen die Mitglieder und Gäste des Verbandes in Tauberbischofsheim zusammen, um eine starke Truppe von 14 Männern und (...)

Einladung zur Podiumsdiskussion "Wohin geht Deutschland?"

17.03.2019
Am 13.04.2019 findet in der Festhalle in Heilbronn um 19:00 Uhr eine spannende Podiumsdiskussion unter der Moderaton von Frau Franziska Gminder, MdB statt. Neben dem Staatssekretär Willy Wimmer (CDU), der in der Vergangenheit mit Aussagen wie "Trump hat bisher keinen Krieg vom Zaun gebrochen, anders als Bush und Obama" eine klare Sicht und (...)

Einladung zur Vorstellung des "Cappucchino"- Rentenkonzeptes

15.03.2019
Wir laden Sie recht herzlich dazu ein, am 4. April 2019 an unserem Stammtisch im Hotel Adlerhof in Tauberbischofsheim teilzunehmen. Dr. Christina Baum, MdL wird das neue Rentenkonzept der AfD Fraktion im baden-württembergischen Landtag vorstellen.  Wo: Hotel Adlerhof, Bahnhofstraße 18, 97922 Tauberbischofsheim Wann: 04.04.2019, 19:00 - (...)

Energiewende ist Ursache für Bienensterben – und nicht die baden-württembergischen Bauern oder Dieselfahrer

15.03.2019
Pressemitteilung von Udo Stein - Stuttgart, den 20.02.2019 Bei der heutigen aktuellen Debatte im Landtag von Baden-Württemberg zum „Rettet die Bienen! – Baden-Württemberg auf gutem Weg beim Erhalt der Artenvielfalt“ machte der AfD-Abgeordneten Udo Stein einmal mehr deutlich, dass das von den Grünen hervorgehobene bayerische (...)

Zuckerrübenanbauer und Beschäftigte in der Zuckerindustrie sind Opfer der Untätigkeit der Bundesregierung

15.03.2019
Pressemitteilung von Carola Wolle - Stuttgart, den 19.02.2019 „So sehr das Ende der subventionierten EU-Agrarexporte zu begrüßen ist, so dilettantisch agiert die deutsche Politik bei der Abfederung der Folgen für die heimische Landwirtschaft und Indust­rie. Dies gilt beispielhaft für die deutsche Zuckerindustrie“, (...)

Einladung zum Bürgerdialog

06.03.2019
Auch dieses Jahr findet wieder jeden ersten Donnerstag im Monat der Bürgerdialog des AfD-Kreisverbandes Main-Tauber im Hotel Adlerhof in Tauberbischofsheim statt. Beginn ist 19 Uhr, um Bewirtung ist gesorgt. Am Donnerstag, den 7.03. wird Linda Amon, Journalistin und Buchautorin über das Thema „Warum Distanzeritis tödlich ist“ (...)

Das neue Rentenkonzept einer modernen nachhaltigen Altersvorsorge

26.02.2019
Die AfD Baden-Württemberg stellt ihr neues Rentenkonzept für eine gerechte Alterspension vor, welches sich an dem Rentenmodell der Niederlande orientiert.   Um den gesamten Flyer zu öffnen, klicken Sie bitte auf folgenden (...)

AfD-Fraktionsmitglieder übernehmen Kosten für die ersten 52 eintreffenden Strafen bezüglich der Dieselfahrverbote in Stuttgart

26.02.2019
Pressemitteilung - Stuttgart, den 21.02.2019 In Stuttgart wurden die ersten Bußgelder bezüglich des Dieselfahrverbotes ausgestellt. Sämtliche auswärtigen Dieselfahrzeuge mit Euro-4-Dieselmotoren müssen nun ein Bußgeld von mindestens 80 Euro entrichten, sollten sie dabei erwischt werden, wie sie mit ihrem Fahrzeug die (...)

+++ Neuheit +++ Erster Newsletter für den Main-Tauberkreis ist erschienen

26.02.2019
Lieber Freunde, Mitglieder und Sympathisanten, endlich ist es soweit: Der erste Newsletter für die Region Main-Tauber ist fertiggestellt. Wir informieren Sie darin über die Arbeit von Dr. Christina Baum als Landtagsabgeordnete. Nun können Sie sich über wichtige, ausgewählte Themen ganz in Ruhe zu Hause informieren. (...)

Arbeitskreis Soziales und Integration

26.02.2019
Der Arbeitskreis Soziaes und Integration setzt sich für den Erhalt einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung in Baden-Württemberg ein und kritisiert das fortschreitende Krankenhaussterben und die mangelnde Versorgung durch Haus- und Fachärzte. Das Selbstbestimmungsrecht der Frau darf nicht gegen das Lebensreht eines ungeborenen Kindes (...)

Dieseltag Baden-Württemberg am 9. Dezember 2019

22.02.2019
Die AfD Stuttgart organisierte am 9.12.2018 den Dieseltag in Baden-Württemberg, nach einer Idee des Schirmherren der Aktion, dem verkehrspolitischen Sprecher im Bundestag, Dr. Dirk Spaniel. Im ganzen Bundesland formierten sich treue AfDer auf den Straßen und Brücken, um ein Statement gegen die Dieselfahrverbote und dem Verbot des (...)

„Mord unter den Augen der SPD“

08.01.2019
Neuer Tiefpunkt erreicht – SPD-Jugend spricht sich für Abtreibungen bis zum neunten Monat aus Auf dem Bundeskongress der Jusos hat sich die Mehrheit der Teilnehmer dafür ausgesprochen, Abtreibungen vollständig zu legalisieren. In einem Antrag fordern sie die Streichung der § 218, 219 und des § 219 a des (...)