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Das politische Theater in Berlin

KV-RAVENSBURG - 09.02.2018

 

Wer in den vergangenen Monaten das politische Theater in Berlin beobachtet kann eigentlich nur noch einen Eindruck gewinnen: Unser politisches Establishment ist am Ende!

Ausgebrannt, ideenlos, gefangen in den bleiern über der Republik liegenden Utopien der 68er-Generation. Angefangen mit der Ideologiewährung Euro über Multikulti, Gender bis hin zur Sozialstaatsexplosion für Migranten und hin zur nationalen Selbstvergessenheit, überall hat sich die "Establishment-Blase", längst ohne Rückmeldung aus den Tiefen der Bevölkerung, verselbständigt und hoffnunglos verrannt. 

Nur noch angewidert verfolgt eine große Minderheit wenn nicht schon Mehrheit in Berlin das Postengeschachere und Gestreite um Themen, die niemanden wirklich berühren. Die Mehrheit will längst nur noch in Ruhe gelassen werden, Geld verdienen in den Urlaub fahren - in der Hoffnung, die Folgen dieser seit Jahren falschen Politik mögen erst spätere Generationen mit voller Wucht zu spüren bekommen.

Es ist geradezu unwürdig, wie der erst seit einem Jahr amtierende SPD-Vorsitzende "100%-Schulz" sich versucht aus dieser Führungsposition ins Außenamt zu flüchten. Wer diesen überzeugten Eurokraten zum Sachwalter deutscher Interessen gegen die Begehrlichkeiten des europäischen Auslandes berufen will, kann genauso gut den Bock zum Gärtner machen! Wie passend, dass der mit dem Scheckheft - der Finanzminister - künftig auch noch von der SPD kommen soll! Das ist dann sozusagen noch "der Junkie mit dem Schlüssel zum Arzneimittelschrank". 

Und die CDU? - Die hat sich in dieser geplanten Regierung völlig aufgeben. Der herausragendste Posten für sie ist noch das Wirtschaftsministerium, das aber schon seit Jahrzehnten seine Bedeutung verloren hat. Dieser Partei reicht es längst die Kanzlerin zu stellen. Gestaltungswillen? - Nur noch für die eigenen Karrieren, die noch ein paar Jahre Bundestagssonne tanken sollten, bevor man sein Mandat vielleicht an einen AfD-ler verliert! 

Es ist gut möglich, dass dieses gruselige Schauspiel noch auf der Zielgeraden von 24.000 neu eingetretenen SPD-Mitgliedern vorläufig beendet wird. Ob Neuwahlen etwas zum Besseren wenden könnten? - Nun Frau Merkel wäre dann vermutlich Geschichte. Aber eine wirkliche Gesundung der deutschen Politik wird erst eintreten, wenn die anderen Parteien mit der AfD wie mit einer ganz normalen Partei umgehen und uns - so wie in Österreich der FPÖ - Teilhabe an der Macht zubilligen. Bis dahin wird das Grauen höchstens neue Gesichter bekommen, aber kein Ende.

 

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