Sind Italiener schlechte Deutsche oder Deutsche schlechte Europäer ?\r Italien ist zu Recht stolz auf die beiden Polizisten Luca Scatà und Christian Movio, die den mutmaßlichen Attentäter von Berlin, Anis Amri, bei einem Schusswechsel in Notwehr getötet haben. In Deutschland dagegen macht man beispielsweise dem Leipziger Strafvollzug schwere Vorwürfe, weil sich in deren Gewahrsam so ein dringend Terrorverdächtiger erhängt hat (hier )
\r„ Ein besonderer Dank geht an den jungen Polizisten auf Probe Christian Movio, der bei dem Einsatz in Sesto San Giovanni verletzt wurde", sagte der italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni. Der vorbildliche Einsatz der Polizisten habe gezeigt, dass der Staat für die Sicherheit der Bürger sorgt, so der Ministerpräsident. Auch Italiens Präsident Sergio Mattarella ließ Grüße ausrichten. Vorbildlich, professionell, pflichtbewusst, mutig hätten sich die beiden verhalten. Auch Kanzlerin Angela Merkel dankte den Sicherheitsbehörden (hier )\r Ganz egal was genau in Mailand geschehen ist, stellt sich mir die Frage, ob Merkel auch deutschen Polizisten danken würde. Bislang hat sich die Unterstützung durch die Politik auf Gängelung und Bevormundung beschränkt. Deutsche Polizisten müssten nach Ansicht von Frau Künast, Die GRÜNEN, Terroristen angriffsunfähig schießen ( hier ) oder vor betreten einer Wohnung auf der Verfolgung die Schuhe ausziehen müssen ( hier )\r Kritik an der Polizei und Polizeigewalt gehört in vielen linken Kreisen ebenso zu guten Ton wie „ Bullenklatschen“ oder das Anzünden von Polizeistationen.
\rStatt mit Lob für konsequentes polizeirechtliches Handeln muss jeder Beamte in Uniform nach einem Mailänder Einsatz mit einem staatsanwaltlichem Ermittlungsfahren und zwischenzeitlichen disziplinarischen Maßnahmen rechnen.\r Bei solch einer fehlenden Rückendeckung aus den eigenen Reihen ist es kein Wunder, dass der Rückhalt in der Bevölkerung schwindet. Anders ist nicht zu erklären, dass Angriffe auf Polizisten im Dienst zur Tagesordnung geworden sind und der private Videomitschnitt zum Applaus noch in soziale Medien hochgeladen wird, da das „ Kavliersdelikt“ längst ein Adelsschlag in manchen Gruppen ist und ohnehin unsanktioniert bleibt.\r Aus dem „ Bürger in Uniform“ ist der „Prügelknabe Nummer 1“ geworden. Dabei repräsentieren sie den Staat. Jeder Angriff auf sie ist als Angriff auf den Staat zu werten. Solange wir solches Verhalten tolerieren, ja honorieren, dürfen wir uns über verlorene Stadtteile, Verbrecherclans, Drogendealer an der Neckarpromenade und Terror im eigenen Land nicht wundern. Wir laden dazu ein.\r Niemand, der einigermaßen bei Verstand ist, will eine Amerikanisierung des Polizeivorgehens. Man darf aber getrost fragen, ob der italienische, der französische, der belgische, der spanische, der europäische Weg nicht überlegenswert ist. Etwas mehr Respekt und Solidarität wäre nicht schlecht.\r Leider kann man all das auch auf unsere Streitkräfte übertragen.
\rRobert Schmidt\r Sprecher AfD Mannheim


