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Frankfurter Buchmesse und Frankfurter Schule

KV-LUDWIGSBURG - 30.10.2017

Wer sich in den letzten Wochen in alternativen Medien informiert hat, konnte einiges über die besonderen Vorkommnisse bei der Frankfurter Buchmesse lesen oder in Videos sehen – wohingegen die Berichterstattung dazu in der sonstigen Presselandschaft verzerrend, verharmlosend oder gar nicht stattfand.

Was war geschehen?

Da ich selbst vor Ort war, kann ich eigene Eindrücke beisteuern.

Für Samstag 14.10. waren (schon lange zuvor) drei Buchvorstellungen des Antaios-Verlags angekündigt. Das Podium in Halle 4 war vom Verleger Götz Kubitschek durch Bezahlung einer nicht geringen Summe ordnungsgemäß gemietet worden. Aber schon bei der Vorstellung des ersten Buchs mit dem passenden Titel „Mit Linken leben“ kam es zu Störungen durch Randalierer - aus der linken Frankfurter Szene, wie sich herausstellte.  Ein wüste Beschimpfungen ausstoßender Mann warf von hinten ein Kunststoffteil ins Publikum, es streifte mich an der Schulter.

Richtig kriminell wurde es aber beim dritten Programmpunkt. Die beiden Autoren waren noch gar nicht zu Wort gekommen, als ein fürchterliches Geschrei anhob („Naazii, Naazii ...“) und linke Randalierer, die sich offenbar teilweise unter das Publikum gemischt hatten, versuchten, das Podium zu stürmen. In der Reihe, in der ich saß, sprangen panikartig Leute von ihren Sitzen auf und drängten zur Seite. Hätte ich nicht ebenfalls blitzschnell meinen Platz verlassen, wäre ich umgestoßen worden. Inzwischen waren auch Polizisten aufmarschiert, und die Ordnung hätte schnell wieder hergestellt werden können – wenn, ja wenn die Polizei nur eingegriffen hätte. „Die Polizei, dein Freund und Helfer“ – in diesem Fall Fehlanzeige!

Natürlich habe ich versucht, einen der tatenlos herumstehenden Polizisten zum Eingreifen zu veranlassen. Andere versuchten bei anderen Beamten dasselbe – vergeblich. Es war sowieso schwierig, bei dem Lärm aus Gekreische, Getriller und Geschrei sich verständlich zu machen. Wie sich allmählich herausstellte, gab es seitens der Messeleitung, die das Hausrecht in der Halle hatte, keine Anweisung zum Eingreifen. So ging der Tumult weiter, bis die Messezeit abgelaufen war und die Mikrofone abgeschaltet waren.

Auf dem Rückweg von der Messe zum Bahnhof zeigte sich dann nochmals die ganze Bandbreite des bereicherten Großstadtlebens: vermüllte Gehwege und Straßenränder, in einer fremden Sprache sich verständigende junge Männer – ohne Rücksicht auf den Autoverkehr über die Straße rennend, in einer unbeleuchteten Parkbucht auf dem Boden liegende Personen, ein Schwarzer immerzu „komm her“ rufend – aber das ist eine andere Geschichte ...

Persönliches Fazit: Auf die Wiederholung einer solchen Erfahrung kann ich gerne verzichten. Kopfschmerzen und schlechte Träume, die in Zusammenhang mit dem Erlebten standen, begleiteten mich noch tage- und nächtelang.

Als AfDler sind uns natürlich boykottierte oder gestörte Veranstaltungen nicht fremd – wenn es auch nicht immer so krass wie in Frankfurt abläuft. Auf der Suche nach den geistigen Vätern der Chaoten kommt man in direkter Linie zu den Protagonisten der Frankfurter Schule (Adorno, Marcuse, ...) und damit zur 68er Bewegung. Ach ja, da war doch noch etwas in Frankfurt: militante Spontis, Daniel Cohn-Bendit und Joschka Fischer mittendrin (1970er Jahre). Und in neuerer Zeit (2015) gewaltsame Ausschreitungen bei Blockupy-Protesten ... Wie unter einem Brennglas konzentrieren sich offenbar in Frankfurt jedwede Strömungen des ausufernden Liberalismus.

Armes reiches Frankfurt. Es war einmal die Stadt der Kaiserkrönungen, die Stadt Goethes, die Stadt der Paulskirchenversammlung. Und jetzt: Multikulti-Mainhattan.

Wer etwas tun will, sollte die an den Börsenverein des Deutschen Buchhandels gerichtete Petition unterzeichnen:

https://www.openpetition.de/petition/online/charta-2017-zu-den-vorkommnissen-auf-der-frankfurter-buchmesse-2017

Denn der Geschäftsführer dieses Börsenvereins hatte als Ausrichter der Buchmesse schon vorab zu „aktiver Auseinandersetzung mit rechten Verlagen“ aufgerufen, was dann eben in der beschriebenen Form mit Krawall und zudem auch noch mit dem Entwenden und Beschädigen von Büchern seinen Ausdruck fand.

Ein Bericht einer Bürgerin aus dem Kreis Ludwigsburg

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